20.03.17 - Mongolei Vortrag

Landfrauen auf den Spuren des Dschingis-Khan

Vor einem außergewöhnlich interessierten und wissbegierigen Publikum stellten die beiden Globetrotter Uta und Gerhard Grammes im Vereinsheim der Nauheimer Landfrauen dem Café Stelzer ihren Dokumentarfilm über die Mongolei "Auf den Spuren des Dschingis-Khan" vor.

Mit viel Leidenschaft nahmen sie die Zuschauer mit auf eine besondere Erlebnisreise durch die einsamen Steppenlandschaften, wo mehr Wildpferde, Ziegen, Yaks und Wildkamele leben als Menschen.

Nach dem Verlassen der Hauptstadt Ulan-Bator ging es mit robusten, ehemaligen Militärfahrzeugen hinaus in die endlosen Weiten zwischen Sibirien im Norden und der Wüste Gobi im Süden. Hier bekamen Uta und Gerhard Grammes Einblick in das harte und entbehrungsreiche Leben der Viehnomaden, die heute noch, wie vor hunderten von Jahren, mit ihrem gesamten Hab und Gut von Weideplatz zu Weideplatz ziehen. Sie übernachteten in traditionellen, landestypischen Jurten in spektakulären Landschaften. Bei spontanen Einladungen von Einheimischen in ihre Nomadenzelte probierten sie das Nationalgetränk "Aimag" (vergorene Stutenmilch) und waren beeindruckt von der unglaublichen Gastfreundlichkeit der Menschen.

Im Gedächtnis blieben sicher die großartigen Natur-Highlights wie Wasserfälle, Sanddünen, Edelweißwiesen, Raubvögel und Wildpferdeherden. Faszinierend waren aber auch die kulturellen Schätze des Landes: buddhistische Klöster, mongolische Folklore, Musikveranstaltungen mit Pferdekopfgeige und Kehlkopfgesang.

Als Höhepunkt des Abends nahmen die beiden Weltreisenden das Publikum mit zum Naadam-Fest, der Olympiade der Nomaden. Am Nationalfeiertag nahmen sie gemeinsam mit hohen Staatsgästen in einer großartigen Atmosphäre teil an den spannenden Wettkämpfen im Reiten, Ringen und Bogenschießen. Das riesige Land hatte weit mehr zu bieten als Steppe und Wüste. So erlebten die Nauheimer Landfrauen und ihre Gäste einen abwechslungsreichen Abend und bedankten sich mit einem bunten Frühlingspräsentkorb für die eindrucksvollen Bilder aus Zentralasien.



Bericht von Uta Grammes / 21.03.2017


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