07.08.17 - Verkehrsrecht Vortrag

Verkehrsrecht oft eine brisante Angelegenheit

Vor wenigen Tagen war Matthias Wolf, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht aus Büttelborn und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht bei den Nauheimer Landfrauen zu Gast.
Er informierte über eine brisante Angelegenheit,das Verkehrsrecht.

Der Rechtsexperte wies daraufhin, dass der Straßenverkehr eine Vielzahl von Risiken für alle Beteiligten und nicht selten strittige Auffassungen über Sachverhalte der juristischen Klärung birgt. In seinem aufklärenden Vortrag über Ordnungswidrigkeit bei falschem Parken bis zur Straftat bei Alkoholismus am Steuer, beschrieb er lebhaft sein Aufgabengebiet.
Außerdem gab er wichtige Verhaltensmaßnahmen und Tipps, wie man sich nach einem Unfall verhalten sollte. Denn hier werden immer wieder gravierende Fehler gemacht weil es an Aufklärung und Informationen mangelt. Während der informativen Gesprächsrunde hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit Fragen zu stellen, die kompetent und verständlich von Herrn Wolf beantwortet wurden.

Verständlich führte Herr Wolf Fallbeispiele an. Wird bei einem Unfall die Polizei gerufen, die Sachlage wird aufgenommen und man unterschreibt den Unfallbericht, so ist das wie ein Schuldeingeständnis.

Bis die Polizei eintrifft, sollte man die Unfallsituation fotografieren oder mit Kreide die Positionen der Fahrzeuge aufzeichnen.
Kommt die Polizei nicht zum Unfallort rät der Fachanwalt sich Zeugen zu suchen.

Wird ein Abschleppdienst benötigt, kann man diesen selbst bestimmen und auch rufen wie auch die Werkstatt bestimmen, wo der PKW repariert werden soll.
Weitere Themen waren, Bußgeld und Strafsachen wie auch Alkohol, Nötigung und Fahrerflucht.

Um das Unfallgeschehen - zumindest vorläufig - zu beurteilen und Ansprüche nach einem Verkehrsunfall zu sichern, sollten Betroffene sich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen. Man sollte bedenken, gerade wenn man sich als Privatperson mit der gegnerischen Versicherung auseinandersetzen muss, zieht man oft den Kürzeren, so der der Fachanwalt.

Häufige Fragestellungen, die einen juristischen Beistand erfordern, reichen vom Widerspruch gegen einen Bußgeldbescheid aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung bis zu Fragen, wann eine Ordnungswidrigkeit und wann eine Straftat vorliegt. Insbesondere wenn es beispielsweise um eine Trunkenheitsfahrt geht, sollte sich kein Beschuldigter ohne Rechtsbeistand äußern, gab Matthias Wolf den Rat.

Am Ende des aufschlussreichen und interessanten Vortrags appellierte der qualifizierte Anwalt:

“Fordern sie Ihr gutes Recht!”

Bericht von Anne Dammel / 09.08.2017


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