Berichte
06.02.17 - Reformation Vortrag
14.02.2017 - 23:19

500 Jahre lutherische Reformation
Großer Zuspruch beim Vortrag von Pfarrerin Stefanie Bischof im Café Stelzer


Der Vorstand des Landfrauenvereins Nauheim nahm das Luther Jahr 2017 zum Anlass, Frau Stefanie Bischof, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Nauheim einzuladen.
Das Thema zu dem Frau Bischof vor einigen Tagen im Café Stelzer sprach lautete: "Ein Mönch legt sich mit dem Papst an!"

Von dem provokanten Thema angesprochen, fühlten sich über 60 Mitglieder und Gäste. Darunter auch Vertreterinnen der evangelischen Kirchengemeinde Nauheim, der befreundeten Ahmadiyya-Frauengruppe Nauheim und interessierte Astheimer Landfrauen.
Bevor die Referentin mit dem eigentlichen Vortrag begann, stellte sie fest, dass es überall zur Zeit in Deutschland "luthert"!
Es findet eine regelrechte Vermarktung und ein in „Erinnerung rufen“ von Luther und der Reformation statt.
Man begegnet ihr in Form von Socken, Krawatten, Spielzeugfiguren, Einkaufswagen-Chip, so Frau Bischof.
Sie hatte für die Vortragsbesucher "Lutherkekse" mitgebracht, die allen vorzüglich schmeckten.

Im Anschluss begann die Kirchenfrau, unterlegt mit Ausschnitten aus der bekannten Luther-Verfilmung, Leben und Wirken als Mönch, Theologe, Zweifler und Reformator aufzuzeigen.
Luther hat mit seinem Wort die katholische Kirche herausgefordert, wobei der Ablasshandel ausschlaggebend war, die 95 Thesen an der Kirche zu Wittenberg anzuschlagen.
Der Protest von Luther gegen die katholische Kirche hat zu vielen Aufständen im Land geführt. Er wollte lediglich eine Reform der Kirche, des Glaubens und keine Neugründung oder gar eine Spaltung, teilte Frau Bischof den interessierten Zuhörerinnen mit.

Durch den interessanten und informativen Vortag wurde den Landfrauen und ihren Gästen klar, dass die evangelische Kirche nicht nur 500 Jahre Reformation feiert sondern erinnert auch daran, welche Rolle sie bei der Entstehung der Moderne gespielt hat.
Die Referentin hat jene Reformationsimpulse in den Blick gerückt, deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit reichen. Denn was von Wittenberg durch Luther ausging, veränderte Deutschland, Europa und die Welt.

Auch "Negatives" zeigte Frau Bischof von dem Kirchen-Reformator auf.
Denn gegen Ende seines Lebens verfasste Martin Luther einige Hassschriften gegen Juden.

Das aufschlussreiche Referat beendete Frau Bischof mit einem Gebet von Martin Luther.
Nach dem Vortrag wurde von den Besucherinnen lebhaft diskutiert und es fand ein reger Gedankenaustausch statt.



Bericht von Anne Dammel / 14.02.2017


Presse-Team


gedruckt am 20.11.2017 - 04:38
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