Berichte
20.02.17 - FemMa Vortrag
25.02.2017 - 10:47

FemMa e.V. - MädchenHaus Mainz vorgestellt!

In Wort und Bild stellten Jessica von der Au, Pädagogin B.A. und Dipl. Sozialpädagogin Angelika Roser im Café Stelzer den Landfrauen und Gästen ihre Arbeit im MädchenHaus in Mainz vor.

Die Mädchenwohngruppe des MädchenHaus Mainz (Träger FemMa e.V.) versteht sich als pädagogisches Angebot für Mädchen und junge Frauen im Alter von 13-21 Jahren. Betreut werden die Mädchen von fünf pädagogischen Fachkräften. Bis zu acht Mädchen finden in der Wohngruppe Unterstützung und Begleitung in ihrer persönlichen Lebenssituation. Die Gründe warum Mädchen vom Jugendamt in der Wohngruppe untergebracht werden sind sehr vielfältig. Viele Mädchen haben Gewalterfahrungen oder sind Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. In den letzten Jahren haben die psychischen Auffälligkeiten bei den Mädchen zugenommen. Häufige Störungsbilder sind beginnende Borderlinestörungen, Depressionen und Störungen des Sozialverhaltens. Hier arbeitet die Wohngruppe eng mit Psychiatrien und niedergelassenen Therapeuten zusammen. Innerhalb der Wohngruppe findet wöchentlich ein dbt (dialectical behaverial therapie)Gruppenabend statt. Hier erlernen die Mädchen Elemente der Achtsamkeit und Methoden zum Umgang mit Stress. Weiteres wichtiges Element ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen. Hauptziel ist es mit den Mädchen Alternativen zu oft selbstschädigenden Verhalten zu erarbeiten und deren Einsatz zu üben.

Die Unterstützung im schulischen Bereich ist auch sehr wichtig. Jedes Mädchen das in der Wohngruppe lebt geht auf eine Schule, besucht eine Maßnahme oder hat einen Ausbildungsplatz. Die Wohngruppe hilft den Mädchen bei der Entwicklung eigener Zukunftsideen und hilft bei deren Umsetzung.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Freizeitbereich. An einem wöchentlichen, pädagogischen Gruppenabend finden Freizeitangebote, wie Bowling, Kino oder Bastelangebote statt. Die Wohngruppe fährt jedes Jahr auf eine gemeinsame Freizeit. Sie waren beispielsweise schon in Belgien, Cuxhaven, Nordhessen und Stralsund. Dieses Jahr geht es wieder nach Stralsund.

Das Team vom MädchenHaus Mainz freut sich sehr über die am Bratapfelabend übergebene Spende und erläuterte am Infoabend ausführlich den gezielten Verwendungszweck des Geldes.

Die Landfrauen waren sich einig, dass es sinnvoll war und ist diese wichtige Institution, das MädchenHaus Mainz – ein „vorübergehendes „ Zuhause“ für Mädchen zu unterstützen.

Es war ein sehr aufschlussreicher Vortragsabend. Die Schicksale der dort lebenden Mädchen gingen den anwesenden Frauen sehr zu Herzen.

Den Referentinnen wurden zahlreiche Fragen gestellt, die sie mit sehr viel Fachwissen und Feingefühl beantworteten .

Im Namen der Nauheimer Landfrauen bedankte sich 2. Vorsitzende Marita May bei den Damen für die Offenheit, mit der sie das MädchenHaus vorstellten.



Bericht von Angelika Roser (Dipl. Sozialpädagogin MädchenHaus Mainz) / 25.02.2017


Presse-Team


gedruckt am 27.07.2017 - 18:52
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