27.08.18 - Hülsenfrüchte Vortrag

"Hülsenfrüchte erleben eine wahre Renaissance!"

Die Nauheimer Landfrauen konnten vor wenigen Tagen Ute Mroczek begrüßen, Ernährungsfachfrau des Bezirkslandfrauenvereins Groß-Gerau.
Sie sprach vor 30 Mitglieder und Gäste zum Thema: "Hülsenfrüchte - versteckte Vielfalt entdecken", wobei es auch leckere Kostproben gab.

Mit einer Frage begann die Fachfrau den interessanten, kulinarischen Abend: "Was findet sich in unzähligen Farben und Formen? Die Hülsenfrüchte!" Davon konnten sich die Besucher vor Ort überzeugen. In kleinen Schälchen auf den Tischen lagen, je nach Sorte grüne, braune, rote, lila, in flach, kugelrund, länglich und auch gebogen. Es war zu erfahren, dass in vielen Ländern die Hülsenfrüchte zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln gehören. In der deutschen Küche aber viele Jahre verpönt, erleben sie gerade eine wahre Renaissance. Außerdem lohne es sich so Frau Mroczek, wegen ihrer wichtigen Nährstoffe, den vielen.
Rezeptmöglichkeiten und den vielfältigen Geschmacksrichtungen Hülsenfrüchte in den Speiseplan mit aufzunehmen. Denn Hülsenfrüchte sind gesund und lecker, fettarm, kalorienarm und Lieferanten zahlreicher lebensnotwendiger Nährstoffe.

Dazu gehören unter anderem hochwertiges Eiweiß, Mineralien, Balaststoffe, Vitamine und Kohlenhydrate. Zu den bekanntesten Hülsenfrüchte gehören, Erbsen, Linsen und Bohnen aber auch Kichererbsen und Erdnüsse, gehören auch dazu.

Besonders ging die Referentin auf die ernähungspysiologische Bedeutung der Leguminosen/Hülsenfrüchte ein. Sie bewirken nur einen geringen Blutzuckeranstieg und dass sie eine blutdrucksenkende Wirkung haben, ist durch Studien bekannt geworden.
Besonders aufschlussreich waren die Tipps für die Zubereitung von Hülsenfrüchten, die Ute Mroczek mitteilte.
Um nur einige zu nennen, ungeschälte Hülsenfrüchte vor dem Garen zirka zwölf Stunden in der vierfachen Menge Wasser einweichen.
Das Einweichwasser beim Garen verwenden, da in ihm wertvolle Nährstoffe gelöst sind. Größere Mengen Blausäure enthalten Lima- und Urdbohnen, hier sollte das Einweich- und Kochwasser weggeschüttet werden.
Geschälte Hülsenfrüchte müssen nicht einweichen.
Wenn man bei Linsen Essig zusetzt, sind diese leichter verdaulich. Hülsenfrüchte erst nach dem Garen salzen, sonst bleiben sie zu lange hart.
Bei Verdauungsproblemen sollten geschälte Hülsenfrüchte verwendet werden.
Gundsätzlich gilt - Hülsenfrüchte niemals roh zu verzehren, denn sie enthalten eine Reihe an unverträglichen Inhaltsstoffen, die erst beim Kochen zerstört werden.

Am Ende des informtiven und unterhaltsamen Vortrags packte die Ernährungsfachfrau ein "Hülsenfrüchte-Quiz aus". Die Teilnehmerinnen konnten testen, ob sie gut zu gehört und alles Wissenswerte behalten hatten.
Auch die Rezepte der leckeren "Hülsenfrüchte-Spezialitäten", die am Abend seviert wurden, gab es, zur Freude aller, zum Mitnehmen!

Bericht von Anne Dammel / 01.09.2018


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