18.11.19 - Lyrik Vortrag

-Zwischen den Zeilen-
Lyrik mit und von Dr. Wolfgang Fenske, Ev. Pfarrer im Ehrenamt, Nauheim


Herr Fenske brachte letzten Montag den Landfrauen nicht nur eines, sondern eine umfangreiche Auswahl seiner Gedichte aus den verschiedensten Lebenslagen und Lebensabschnitten, über Natur, Religion und Welt mit.

Während seiner Begrüßungsansprache und Einleitung erklärte er, dass ihn zurzeit eine Erkältung in Form von Heiserkeit plage (wie man auch hören konnte), sodass er seine Gedichte nicht selbst vorlesen könne. Diesen Part übernahm gerne Vorstandsmitglied Linda Ramge.

Es gibt verschiedene Formen der Lyrik, war zu erfahren. Lyrik ist zwar in Versform geschrieben, muss sich aber nicht wie bei einem Gedicht reimen. Ein anderes Merkmal ist, dass der Autor seine Texte in sprachlichen Bildern verfasst, also eher umschreibt anstatt direkt benennt. Dadurch entstehen unterschiedliche Eindrücke bei Zuhörerinnen oder Leserinnen.

Der Vortrag Herrn Fenskes begann mit berührenden Gedichten anlässlich der Geburt seines Sohnes 1997 und zog sich durch die vielfältigen Themen des Lebens bis hin zum vermeintlichen Ende desselben. Zudem hatte er die einzelnen Verse mit eigenen passenden und ansprechenden Bildern und Fotos geschmückt. Hier zwei der vorgetragenen Gedichte:

Gute Worte
höhlen Steine,
lassen blühen -
sind verklungen.

Mit Tränentropfen
und roter Nase taucht sie
in die Menge ein.

Herrn Fenskes in Verse gefasste Gedanken und Erfahrungen gaben den Zuhörerinnen Impulse zum Nachdenken/Nachfühlen. Die durch die lyrischen Texte hervorgerufenen intensiven Gefühle und Empfindungen, Vorstellungen und Erinnerungen wurden von den Teilnehmerinnen lebhaft in Worten zum Ausdruck gebracht.

Der Abend gestaltete sich als Balsam für die Seele, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt war. Man konnte Tee und von Vorstandsmitgliedern selbstgebackene Plätzchen genießen. Herr Fenske brachte Walnüsse aus seinem Garten mit, die gerne von den Anwesenden mit nach Hause genommen wurden.

Am Ende des Vortrags hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, Herrn Fenske Fragen nach seinen Beweggründen zum Gedichteschreiben und zu den Texten zu stellen.

Mit herzlichen Worten zum Abschluss und einer farbenprächtigen Orchideenpflanze bedankte sich der Vorstand des Landfrauenvereins Nauheim bei Herrn Fenske.



Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre,
einige vernünftige Worte gesagt haben.
Johann Wolfgang von Goethe

Bericht von Linda Ramge / 20.11.2019


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