04.09.17 - Craniosacrale Therapie Vortrag

Vortragsabend über "Craniosacrale Therapie" mit Gunhild Gürlich

Aufschluss über das interessante Thema, "Craniosacrale Therapie", gab in Wort und Bild Gunhild Gürlich, Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Nauheim.

Die dreißig aufmerksamen Mitglieder und Gäste erfuhren von der kompetenten Fachfrau, dass "Cranio" der Kopf und "Sacrale" das Kreuzbein bedeutet.
Dabei sprach sie auch die geschichtliche Entwicklung der wenig bekannten Behandlungsmethode an!

Hier findet die manuelle Therapie ihren Ansatz.
Es war zu erfahren, dass die Craniosacrale Therapie eine sanfte, nicht invasive Behandlungsmethode ist, die sich als Teilgebiet der Osteopathie entwickelt hat.
Es werden Blockaden und Traumen, die zu Verspannungen führen, ausfindig gemacht und korrigiert.
Das Ziel dabei ist, das Craniosacrale System auszugleichen und den Craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn-und Rückenmarksflüssigkeit zeigt, wieder zu finden, herzustellen.

Diese Flüssigkeit, so Frau Gürlich, nährt, bewegt und schützt das Nervensystem - vom Schädel bis zum Kreuzbein.
Da der Craniosacrale Rhythmus sich über das Bindegewebe im ganzen Körper ausbreitet, ist er überall tastbar, wurde den Teilnehmern erklärt.
Die Praktizierenden erspüren die Qualität der rhythmischen Bewegungen, sie können sie unterstützen und harmonisieren.
Es lösen sich Verspannungen, Schmerzen und Einschränkungen im Bewegungsapparat. Das Immunsystem wird gestärkt und die Vitalität wird gefestigt.

Außerdem erfuhr man, dass die Craniosacral-Praktizierende ganzheitlich und mit größter Sorgfalt arbeiten, gerade auf körperlicher aber auch emotionaler und psychischer Ebene.
Man orientiert sich aber an der innewohnenden Gesundheit und an den Selbstheilungskräften, die jeder mit bringt.

Eine Therapie kann nur erfolgreich verlaufen, wenn der Patient die Behandlung zulässt, dann ist der Therapeut bereit, die Therapie zu beginnen.
Er repariert nicht, er palpiert, hört dem Gewebe zu. Er lässt das Gewebe arbeiten, bis sich die Spannung auf gelöst hat. Wichtig ist dabei, nicht gegen das Gewebe sondern mit den Gewebe zu arbeiten.

So weckt man den inneren Heiler und es ist erwiesen, dass verschiedene Krankheitsbilder auf diese Therapie an sprechen, wie Frau Gürlich mitteilte.
Zum Beispiel alle funktionellen Störungen, wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerz und Tinnitus.

Auslöser dieser Störungen können sein, Stöße, Stürze, Unfälle, Schleudertraumen, Entzündungen, oder auch Stress.
Bei Blutungen und offenen Wunden sollte auf die Therapie verzichtet werden.

Der achtsamen, respektvollen und ganzheitlichen Craniosacralen Methode können sich Erwachsene jeden Alters, Kinder und Säuglinge unterziehen.

Fasziniert von dem informativen Vortragsabend stellten die Besucher fest, dass der Mensch bei dieser wenig bekannten Therapie im Mittelpunkt steht.
Es wurde der Wunsch geäußert, dass die Schulmedizin doch ein Teil dieser ganzheitlichen Behandlungsmethode zum Wohle des Menschen in ihren Behandlungen einflechten sollte.

Nach dem aufschlussreichen Vortrag nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit an Gunhild Gürlich noch Fragen zu stellen.
Danach bedankte sich der Vorstand bei der Referentin mit einem Nau'mer Spezialitätenkorb!

Bericht von Anne Dammel / 06.09.2017


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